Entschleunigung … und das Rauschen des Meeres in Cala Cap Falcó.

Mittlerweile hat habe ich oft das Gefühl, dass im Alltag die Einfachheit und Unbeschwertheit immer mehr auf der Strecke bleibt. Das liegt an Terminen, Verpflichtungen, Dingen, von denen man glaubt, sie seien Verpflichtungen und der Taktung des Alltags. Umso wichtiger ist es, zwischendrin durchzuatmen, loszulassen und einfach mal nichts zu tun. Das fällt mir jedoch sehr schwer. Wer mich besser kennt, weiß, WIE schwer. Einfach mal NICHTS tun, keine ToDo-Liste, keine Verabredungen, Essen, Termine, Facebook-, Blog- oder Instagram-Aktivitäten. Fast undenkbar!

In der letzten Woche machte ich mich auf den Weg auf meine Lieblingsinsel, verbunden mit dem Wunsch, dieses Mal einiges anders zu machen. Weniger ToDo-Listen, weniger Drang, bloß nichts zu verpassen und möglichst viele neue Dinge kennenzulernen. (Ja, ich habe sogar im Urlaub Listen!)

Auf dem Flughafen blätterte ich noch in ein paar Zeitschriften und entdeckte einen Artikel, in dem es darum ging, warum damals alles besser war, in einer Welt ohne Social Media, ohne die Vielfalt des Netzes und wie man vielleicht Komplexität reduzieren und das schnelle Leben wieder im langsamere Bahnen lenken kann. Kein neuer Schuh, aber immer wieder und mehr ein Thema welches uns alle umtreibt: Die Sehnsucht nach Entschleunigung und nach mehr Einfachheit im Alltag, im Leben. Genau mein Thema – und ohne die Zeitschrift zu kaufen war der letzte Tritt – äääh, Anreiz – da!

Diesen Gedanken im emotionalen Gepäck nahm ich mir für meinen Urlaub ganz fest vor, Entschlenigung ganz oben auf die Liste zu …. nein, eben keine Liste. Meiner Freundin & Reisepartnerin kam mein Wunsch sehr entgegen und so war der Pakt besiegelt. Ab auf DIE Insel und weg mit dem Stress!
Wunsch nach Entschleunigung und me(h)er!
Anstatt also wieder zig Orte, Märkte und Gebirgszüge zu erkunden, riefen wir untern anderem ein „Schöne-Strände-entdecken-und-relaxen-Programm“ auf den Plan. Ohne Verpflichtungen. Alles kann, nichts muss. Und an dieser besonderen Auszeit möchte ich Euch mit einigen Posts teilhaben lassen. Euch neue Ecken zeigen. Natürlich auch wieder schöne Restaurants und etwas „Rambazamba“. Aber lasst Euch auch von einigen Ruhe-Momenten einfangen und Euch mitnehmen, auf meine Seelen-Auszeit!

Einen besonders schönen, kleinen Auszeit-Ort entdeckten wir an der Süd-West-Küste meiner Herzensinsel. Die Bucht Cala Cap Falcó ist ein Geheimtipp unter Spaniern und ansässigen Deutschen. Während man aufgrund ihrer Nähe zu Magaluf nichts dolles erwartet, wird man bei der Ankunft eines besseren belehrt und findet nach einer abenteuerlichen Autofahrt durch einen Pinienhain mit Schotterpiste eine wunderschöne, kleine Bucht.
Der erste Eindruck der Cala Cap Falcó
Cala Cap Falcó
Cala Cap Falcó
Der kleine Strand ist umgeben von Pinien und Felsen, die Schutz und Gemütlichkeit bringen, natürlich aber auch den verfügbaren Platz begrenzen. Man sollte früh da sein, in der Cala Cap Falcó, wenn man einen der rund 20 Schirme mit je 2 Liegen (für 13,50€ Tagesmiete) ergattern möchte. Aber es lohnt sich. Der Bademeister und „Standaufseher“ Adrian (ein echter Schrank und Herz von Mensch) kümmert sich um die Gäste und die korrekte Vergabe der Liegen – denn es reservieren viele Stamm-Badegäste ihre Liegen im Voraus.
Liegen am Cala Cap Falcó
Direkt am Strand gibt einen seeehr netten „Chiringuito“, der die Strandgäste mit allem versorgt, was das Herz begehrt. Der neue Betreiber Stephan Ohneck hat zum Saison-Start eine Dusche am Strand installieren und eine Profiküche im Chiringutio einbauen lassen, um Fisch & Fleisch grillen und andre Leckereien zaubern zu können. So gibt es zum Beispiel fantastische, gegrillte Chorrizzo mit mallorquinischem Kartoffelsalat, u.a. ein Sandwich mit Lachsfilet und Avocado, aber auch jeden Tag frischen Fisch & Meeresfrüchte. Gäste vom Meer werden gerne mit einem Motorboot an Land geholt.Super leckere Chorrizzo im Cala Cap FalcóUnter den Pinien finden auch Nicht-Liegenmieter mit ihren Handtüchern Platz und Schatten. Außerdem gibt es eine Lounge-Ecke mit netten Shabby-Chic-Möbeln, die auch abends bei Beach-Parties oder Geburtstagsfeiern Einsatz finden.
Lounge-Ecke im Cala Cap Falcó

Ab mittags wird es sehr voll – wie aber überall in den schönen Buchten, auch gerade in der Hauptsaison. Aber unter dem eigenen Schirm, auf einer netten Liege, mit einem kühlen Drink in der Hand – you can forget the world!
weiße Sangria im Chringuito der Bar Falcó
In diesem Sinne: Handtuch und Buch unter den Arm geklemmt, ab ins Auto und in die Cala Cap  Falcó. Naja, ein kleiner Flug auf die Insel ist natürlich Voraussetzung, aber keine Unmöglichkeit!

Bis die Tage mit einer neuen entschleunigenden Idee!

Eure Jane

Zur Anfahrt:
Wenn man von Magaluf in Richtung Sol de Mallorca fährt, muss man auf der linken Seite den richtigen Abzweig finden und auf die Schilder mit der Aufschrift „Playa Cap Falcó“ achten. Diese weisen den Weg in die Neubausiedlung Cala Vinyes mit unzähligen Einbahnstraßen. Doch immer, wenn man sich fragt, wo es jetzt lang geht, sieht man schon wieder eines von den Schildern zum Cap Falcó. Man kann das Auto auch oberhalb der Bucht parken und dann die Treppe (rund 100 Stufen) hinab zum Strand nehmen kann. Dann aber bitte aufgepasst: Ein Anwohner warnte uns vor Einbrüchen, gerade in Mietwagen, was uns dazu bewogen hat, den rumpeligen Stein-Sand-Weg hinunter in die Bucht einzuschlagen – würde ich immer wieder bevorzugen.

Foto-Credits: Alle Fotos sind Eigentum von cookies for my soul. Fotos 3 & 5 sind Eigentum von Cala Cap Falcó.

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6 Kommentare

  1. Pingback: Die coolste Beachbar im Norden Mallorcas: Ponderosa Beach - cookies for my soul

  2. Elisabeth Hoffmann

    Hallo Jane. Da war ich vor vielen Jahren schon…….da gab es dort nichts….ausser diesen herrlichen Strand. Mit Picknickkorb und Strandtuch haben wir dort sehr angenehme Stunden/ Tage verbracht. Ein herrliches Fleckchen Erde.
    Beim nächsten Mal schauen wir dort mal wieder vorbei.

    • cookiesformysoul

      Liebe Elisabeth, ich freue mich, dass schöne Erinnerungen bei Dir geweckt werden konnten! LG

  3. Hallo
    dieses Fleckchen kenn ich noch nicht da muss ich beim nächsten Malle Besuch unbedingt hin

  4. Christian B. (anonymisiert)

    … ich habe es beim Lesen rauschen gehört, und dieser Duft in meiner Nase … Vielen lieben Dank dafür!

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