Die ersten 3 Monate mit dem Rocker – die ersten 3 Monate als Mama!

Unfassbar – nur noch wenige Tage und das Jahr 2015 sagt „Tschüß“! Und wenn ich mir das Jahr so anschaue, so waren (abgesehen von den 9 Monaten Schwangerschaft) die letzten 3 Monate wohl mit die besondersten Monate. Und das nicht nur in 2015, sondern in meinem Leben:
Am letzten Samstag wurde unser kleiner Rocker nämlich ein Vierteljahr alt, auf den Tag genau 13 Wochen. Und ich bin somit seit 13 Wochen Mama. Jana und Vincent Jacob Riedel
Alle Eltern unter Euch wissen genau, wie aufreibend, anstrengend aber auch aufregend und unglaublich erfüllt gerade diese ersten Wochen & Monate sind. Ich konnte mir vor der Entbindung zwar auch viel vorstellen – aber dass es SO ist, wie es ist, das bestimmt nicht.

Schon mit seiner Ankunft auf dieser Erde stellte der kleine, neue Mann in unserem Leben alles auf den Kopf: eine Woche über Termin, eine spontane Einleitung wegen schlechter Herztöne, dann ein Notkaiserschnitt und von Anfang an ein unbändiger Appetit und ein lautes Organ! Vincent Jacob hat mit seinen 50 cm alles mitgenommen, was im Krankenhaus angeboten wurde – und hat schon von der ersten Sekunde an seinen Papa und mich mit seinen blauen Kulleraugen verzaubert!Jana und Vincent Jacob Riedel
Die Gefühle, Veränderungen und Erlebnisse der letzten Wochen in einen Blogpost pressen zu wollen ist eigentlich gar nicht möglich, aber ich will es zumindest versuchen. Die Ruhe auf dem Blog hatte nämlich gute Gründe…

Wie waren sie also, diese ersten 3 Monate als Mama?

Für einen Menschen wie mich, der bislang gerne alles genau geplant hat, sich selbst einen Listenschreiber nennt, der eigentlich immer flexibel ist, es mag, spontan zu sein, regelmäßig essen zu gehen, zu verreisen und der bislang in erster Linie nur für sich selbst entscheiden musste, ändert sich eigentlich: ALLES!
Vincent Jacob und seine Mama
Du hast Verantwortung. So richtig. Und so ganz anders als zuvor. Du hast Verantwortung für ein Leben, welches nicht das eigene ist. Und das ist so viel größer und bedeutender. Verantwortung für ein kleines hilfloses Wesen, das nichts kann. Das ist genauso beeindruckend wie auch unheimlich zugleich.

Nichts ist mehr planbar. Absolut nichts.

Tage und Nächte verschwimmen zu einem großen Ganzen. Er hat irgendwie immer Hunger. Oder Durst. Auf jeden Fall braucht er Dich, egal, ob Du müde bist, selber Hunger hast oder einfach mal für 5 Minuten die Decke anstarren möchtest. Und Du bist unglaublich dankbar, wenn er es nach nur wenigen Wochen schon schafft, nachts 4 Stunden am Stück zu schlafen. Und dann schon 6! Yeah! (War schlafen nicht schon immer das Allerbeste?) Gleichzeitig hast Du Angst, dass er bitte bloß wieder aufwacht. Eine Achterbahn der Gefühle…

Du stellst fest, dass es gar nicht soooo schlimm ist, wenn Du um 15:00 Uhr selbst noch im Schlafanzug rumläufst. Haare sind nicht gewaschen? Egal. Das wird ganz plötzlich alles überbewertet. Hauptsache ihm geht es gut. (Und dabei stellst Du Dir immer wieder die Frage: „Das ändert sich doch aber wieder, oder? Oder werde ich jetzt schlunzig?!“)

Jede Tour mit dem Rocker gleicht einem Umzug. Selbst für einen Einkauf im Drogeriemarkt um die Ecke benötigst Du eine Wickeltasche, mit der man selbst ein ganzes Wochenende bestreiten könnte! Du ziehst quasi um. Mit Sack und Pack. Und lernst recht schnell, dass auch die kleinste Einkaufstour einem Manöver gleicht. Aber es wird besser. Oder man gewöhnt sich einfach dran.
Vincent Jacob RiedelSpaziergänge sind jetzt an der Tagesordnung. Du kommst „mal an die Luft“, denn man verbringt ansonsten unfassbar viel Zeit in den eigenen 4 Wänden zwischen Wickeltisch, Bett und Couch. Du lernst jetzt die kleinen Ausflüge mit dem Kinderwagen zu schätzen und stellst schnell fest, dass man so viel und so oft spazieren geht, wie noch nie im Leben. (Also, ich jedenfalls!) Gratis Frischluftkur!

Die Drogerie-Einkäufe sind fast nur noch mit einem Kleinlaster zu bewältigen. Der Rocker hat in seinen ersten 3 Lebensmonaten circa 600 Windeln verbraucht. Und Berge an Feuchttüchern. Trockentüchern. Wundcreme. Und überhaupt. Für den Erwerb von Baby-Nahrung (ja, ich füttere zu) muss man einen geordneten Schlachtplan haben, da diese nur noch limitiert verkauft wird. Limitiert! Das es sowas gibt!

Stillen ist die beste Diät. Ich habe in 3 Monaten gefühlt kiloweise Snickers, Twix und andere Schweinereien vertilgt. Neben meiner ansonsten gesunden Ernährung versteht sich. Und trotzdem sind alle Schwangerschaftskilos einfach futsch. Man ist ja den Tag über im Dauerlauf. Ständig. Jippijayeah! (Nun muss das nur noch mit dem Sport besser klappen…. naja kommt schon noch.)

Du wirst empfindlich. Allem und allen gegenüber, die dem Würmchen nach eigenem Ermessen zu nahe kommen. Beschützerinstinkt. Löwenmama. Krasses Gefühl.

Die kleinsten Entwicklungen werden bestaunt:
Das erste bewusste Lächeln, war das eins?
Er guckt Dich an!
Er greift nach seinem Schnuller!
Dieser wache Blick!
Schon wieder ist er schwerer – und hat eine Windelgröße mehr!
Jetzt passt nicht nur ein Finger, sondern schon die ganze Faust in den Mund – ok!
Ja, er lacht Dich an. Schon morgens im Bett. Zum Dahinschmelzen.
Dieses Giggeln – was er wohl sagen will?
Er erkennt uns.
Die kleinen, duftigen Füße – können die nicht bitte so klein bleiben?

Der Rocker hat mittlerweile sein Gewicht schon mehr als verdoppelt, ist ordentlich gewachsen und ist der freundlichste, wissbegierigste und aufgeweckteste kleine Kerl, den ich kenne. Ein Wonneproppen. Unser Wunder.

Und dann ist da dieses Glück, das man nicht beschreiben kann. Wenn man ihn anschaut. Die kleinen Füße küsst. Wenn seine Hand meinen Finger umschließt. Wenn er weint und sich von uns vertrauensvoll trösten lässt. Wenn er kuscheln will. Wenn er auf dem Arm einschläft. Dieses Glück, dass er da ist. Dass er gesund ist. Dass er uns wohl liebt.
Vincent im Winter mit 3 Monaten
Und wie ist das nun, mit Baby?
Besser? Schlechter? Nur ungewohnt?

Es ist definitiv das BESTE, was einem passieren kann, auch wenn es Tage gibt, an denen ich mit dem kleinen Mann um die Wette weinen will, weil es anstrengend ist. Weil man überfordert ist. Weil er 3 mal in 30 Minuten gewickelt werden muss. Der Bauch weh tut. Aber es ist so wertvoll und unvergleichbar mit ihm in meinem, in unserem Leben, weil man lernt, was wirklich wichtig ist.
Was wesentlich ist.
Und was wahre, bedingungslose Liebe ist. Pures Glück.

In diesem Sinn wünscht ich Euch für die letzten Tage vor dem Weihnachtsfest ganz viel Liebe im Herzen, besinnliche Stunden mit Euren Herzensmenschen, erfüllt von Ruhe, Glück und dem Blick fürs Wesentliche.

Wir werden Weihnachten das erste Mal als winzige kleine Familie verbringen. Mit großem Baum. Mit dem giggelnden, großäugigen, kleinen Mann. Der versteht das zwar alles noch nicht, aber seine Augen werden trotzdem leuchten.

Eure Jane

… und wenn Ihr Euch fragt, wer die zauberhaften Fotos  von uns gemacht hat, dann hüpft mal rüber zu DEER BABY PHOTOGRAPHY! Das Shooting mit Julia war wundervoll!

Foto-Credit: Alle Fotos sind Eigentum von cookies for my soul.

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8 Kommentare

  1. Pingback: 9 Monate mit dem Rocker: über neue Werte, andere Ziele und bedingungslose Liebe | cookies for my soul

  2. Pingback: Ein halbes Jahr mit dem Rocker – von Liebe, Angst und einem anderen Leben | cookies for my soul

  3. Liebe Jana,
    ….wie schön Du schreibst:-) ..es erinnert mich an die Zeit als Joona so klein war. In einer Woche feiern wir seinen 9.(!) Geburtstag. Wie die Zeit vergeht!!!
    Geniesst das Weihnachtsfest zusammen und lasst Euch nicht stressen. Alles Liebe und bis bald…Anja

    • cookiesformysoul

      Liebe Anja, DANKE! Wenn Worte von Herzen kommen, dann klingen sie wohl auch genauso – schön! Euch auch ein tolles Weihnachtsfest! Alles Liebe!

  4. Was für tolle Bilder – die sprechen von unendlich viel Liebe. Genau wie dein wunderbarer Post! Glückwunsch, alles richtig gemacht!
    Ich wünsche euch eine zauberhafte Weihnachtszeit und alles Gute für die kommenden Jahre!
    Liebe Grüße, Rahel

    • cookiesformysoul

      Ganz lieben Dank für Deine herzlichen Worte, Rahel! Dir auch ein wunderbares Weihnachtsfest! LG, Jana

  5. Christa Semke-Böhm (Chris Böhm)

    Die Fotos könnten glatt von Anne Gedes sein! Oder aber der kleine Kerl ist das fotogenste Baby, das ich mir vorstellen kann… Ich freue mich für die stolzen Eltern und wünsche euch viele zauberhafte Glücksmomente, die alle Anstrengungen vergessen lassen, die der neue und oft auch anstrengende Alltag rund um das Wohlergehen eines kleinen Erdenbürgers mit sich bringen.

    Genießt jeden Augenblick und bewahrt euch die Erinnerung an diese ersten Monate, das erste Jahr, denn die Zeit ist so kostbar und Kinder werden – leider – meist viel zu schnell groß.

    Liebe Grüße, weiter alles Gute, frohe Weihnachten und ein gesundes spannendes neues Jahr für die ganze Familie

    Chris Böhm

    • cookiesformysoul

      DANKE, liebe Chris! Ich hoffe, es geht Dir gut? Ein herzlicher Gruß nach Frankfurt mit den besten Wünschen für ein zauberhaftes Weihnachtsfest!

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